Titel:
Geheimlehre und Geheimstatuten des Tempelherren-Ordens
Beteiligte Personen:
Prutz, Hans Wikipedia
Der Gedanke kam nicht zur Ausführung, aber 1'273 wurde er von l'apst
Gregor X. und dann 1289 wieder von Nicolaus IV. aufgenommen und
ernstlich in Erwägung gezogen. Wir hören sogar, dass Nicolaus IV.
schon im Jahre 1290 mit König Philipp IV. dem Schönen von Frankreich
in der Verwerfuug des Ordens einig. ') also doch wohl auch zu einem
Einschreiten gegen denselben entschlossen gewesen sei.
Zu diesen Thatsachen stimmt es nun vollkommen, dass der Huf,
dessen sich der Tempelherren-Orden bei dem Volke erfreute, in allen den
Ländern, wo er zu reicherem Besitze gelangt und eine gewisse Macht
geworden war, ein sehr ungünstiger war. Man wusste das im Orden —
zahlreiche Aussagen in den verschiedenen Verhören lassen keinen Zweifel
darüber*) — aber man machte sich nichts daraus; die völlig verweltlichten
Ordensritter meinten vielmehr, nach der einen Seite hin so unangreifbar
mächtig, nach der anderen so unentbehrlich zu sein, dass sie der öffent-
lichen Meinung keck Trotz bieten und unbeirrt auf dem einmal einge-
schlagenen Wege vorwärts gehen könnten.
1) Baluze, Nome ad vita» paparuni Avenionensium u II. Vidi bull am
uthenticam Nicolai papae IV. datarn ad Jacob regem Majoric&rum, anno II.
intificatus ipsius, ex qua apparel, jam tum Philipp! animum abalienatum fuisse ub
rdine Templariorum. (Nach Gr [ouvelle], Mémoires historique« sur les Templiers
'aris 1805] S. 186.)
2) S. die oben angeführte Stelle Concil. Brit. II, U77: magna suspicio a
uigis temporibus laborabat contra ordinem —; Baluze, Vitae pontif. Ave-
ionens. I, 12: fere o tu nés dixerunt, communiter eos esse merito reos mortis —
nd ähnlich sehr oft!
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